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Pressemitteilung: Rückläufige Bevölkerungsentwicklung auch im ersten Halbjahr 1995
Pressemitteilung 2/1996
Halle, 04.01.1996
Rückläufige Bevölkerungsentwicklung auch im ersten Halbjahr 1995
Die Bevölkerung Sachsen-Anhalts ist seit der Wiedervereinigung in jedem Monat
zurückgegangen, im ersten Halbjahr 1995 um weitere 8850 auf 2750363 Personen. Das
entspricht 0,3 Prozent. Im ersten Halbjahr des Vorjahres war der Rückgang um rund 200
Personen geringer.
Nach Mitteilung des Statistischen Landesamtes Sachsen-Anhalt liegt die Ursache für den
Rückgang im Geburtendefizit, denn im ersten Halbjahr 1995 starben 9786 Menschen mehr als
geboren wurden.
Im gleichen Zeitraum verlegten 20598 Personen ihren Hauptwohnsitz nach Sachsen-Anhalt,
während 19662 Personen das Bundesland verließen. Der Wanderungsgewinn von 936 wurde
ausschließlich durch männlich Personen hervorgerufen (+1929) .
Die Einwohnerzahlen in Sachsen-Anhalt entwickelten sich regional sehr unterschiedlich.
Während in fünf Landkreisen die Bevölkerung gegenüber dem Jahresbeginn anstieg, wurden in
den übrigen 16 Landkreisen Verluste registriert. Bevölkerungszunahmen verzeichneten der
Saalkreis (514 Personen, d.h. 1,2 Prozent) und der Ohrekreis (526 Personen, d.h. 0,8 Prozent),
gefolgt vom Jerichower Land (0,3 Prozent), dem Altmarkkreis Salzwedel und dem Bördekreis (je
0,1 Prozent). Hohe Rückgänge ereigneten sich in den Landkreisen Stendal (702), dem
Burgenlandkreis (676) und im Mansfelder Land (624).
Bevölkerungsrückgänge gegenüber dem Jahresbeginn verzeichneten ebenfalls die drei
Kreisfreien Städte: Halle (Saale) mit 2701, die Landeshauptstadt Magdeburg mit 2339 und
Dessau mit 370 Personen. Das ist unter anderem eine Folgeerscheinung des Fortzugs in
benachbarte Landkreise.
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