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Pressemitteilung: Abwasseraufkommen 1995 gesunken
Pressemitteilung 118/1996
Halle, 19.12.1996
Abwasseraufkommen 1995 gesunken
Ende 1995 waren in Sachsen-Anhalt rund 82 Prozent der Einwohner mit ihren Haushalten an
öffentliche Sammelkanalisationen angeschlossen. Das ergibt eine erste vorläufige Auswertung
der Statistik der öffentlichen Wasserversorgung und Abwasserbeseitigung 1995. Seit der
erstmaligen Erhebung dieser Kennziffern im Jahre 1991 sind ca. 10 Prozent mehr sachsen-anhaltinische Haushalte an die öffentliche Kanalisation angeschlossen worden.
Nach Mitteilung des Statistischen Landesamtes sind fast zehntausend Kilometer Kanalrohr
verlegt. Während 1991 noch zu zwei Dritteln etwa das Mischsystem zur Abwasserentsorgung
angewandt wurde, sind es 1995 nur noch knapp 50 Prozent. Der Zuwachs an Kanalisationsnetzen
erfolgte ausschließlich bei Trennsystemen, in welchen Schmutzwasser und Regenwasser in
getrennten Leitungen abfließen.
1995 sind insgesamt rund 110 Mill. Kubikmeter Schmutzwasser, sowohl häusliches als auch
gewerbliches, in den Kanalisationssystemen angefallen; gegenüber 1991 bedeutet das einen
Rückgang um rund ein Viertel. Der überwiegende Teil des Schmutzwassers (86 Prozent) wurde
vor der Ableitung in Abwasserbehandlungsanlagen gereinigt.
Bei den 1995 in Sachsen-Anhalt vorhandenen Abwasserbehandlungsanlagen handelte es sich
hauptsächlich (80 Prozent) um biologisch wirkende Anlagen.Von dem Klärschlamm, der 1995
bei der Abwasserreinigung angefallen ist, wurde nach Mitteilung des Statistischen Landesamtes
Sachsen-Anhalt nur knapp ein Drittel auf Deponien abgelagert. Der weitaus größere Teil ist für
die landbauliche Verwertung bzw. Rekultivierung, die Kompostierung oder die
landwirtschaftliche Verwertung eingesetzt worden.
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