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Der Außenhandel Sachsen-Anhalts steigt weiter
Pressemitteilung 47/1999
Halle, 15.04.1999
Der Außenhandel Sachsen-Anhalts steigt weiter
Im Jahr 1998 führte die Wirtschaft Sachsen-Anhalts nach ersten vorläufigen Ergebnissen Waren im Wert von 5,3 Milliarden DM aus. Wie das Statistische Landesamt Sachsen-Anhalt mitteilt, entsprach das gegenüber dem Jahr 1997 einem Zuwachs von 654 Millionen DM bzw. 14,0 Prozent.
Mit 81 Prozent des Gesamtwertes stellten den Hauptanteil des Exportvolumens die Erzeugnisse der gewerblichen Wirtschaft. Die restlichen 19 Prozent waren Güter der Ernährungswirtschaft.
Die Ausfuhr von Gütern der gewerblichen Wirtschaft erhöhte sich um 497 Millionen DM bzw. 13,1 Prozent, die der Ernährungswirtschaft um 158 Millionen DM bzw. 18,4 Prozent.
Wichtigste Ausfuhrgüter waren sonstige chemische Vorerzeugnisse, Kalidüngemittel und Kunststoffe. Wobei die Ausfuhr von Kunststoffen gegenüber dem Vorjahr um 20 Prozent gesteigert wurde. Der Weizenexport, überwiegend in die Niederlande und Belgien-Luxemburg, erzielte einen Zuwachs von 78 Prozent gegenüber 1997.
Die Ausfuhr von Waren erfolgte zu 78 Prozent in die Länder Europas, darunter zu 50 Prozent in die Mitgliedsländer der Europäischen Union. Gegenüber dem Vorjahr erhöhte sich der Exportwert in die Länder der EU um 25 Prozent. Neben den Staaten der Europäischen Union sind nach wie vor Rußland, Polen und die Tschechische Republik für Sachsen-Anhalt bedeutende Exportländer. Während sich der Export im Vergleich zu 1997 nach Polen (+ 38 Prozent) und der Tschechischen Republik (+ 8 Prozent) verstärkte, hat er sich nach Rußland um 21 Prozent verringert. Ebenfalls setzte sich der positive Trend bei den Warenexporten nach Australien/Ozeanien fort.
Die Einfuhren von Waren nach Sachsen-Anhalt betrugen im Jahr 1998 4,3 Milliarden DM. Das waren 665 Millionen DM bzw. 18,3 Prozent oder mehr als im Vorjahr.
Die gewerbliche Wirtschaft führte Waren im Wert von 3,8 Milliarden DM ein, das entsprach 88 Prozent der Gesamteinfuhren Sachsen-Anhalts. Im Vergleich zum Vorjahr wurde eine Steigerung von 666 Millionen DM bzw. 21,3 Prozent erzielt.
Bedeutende Anteile an den Einfuhren hatten Rohöl, Kraftfahrzeuge, Rohkupfer einschließlich Legierungen und Kunststoffe. Wobei der Import von Rohöl aus Rußland im Monat Dezember 1998 völlig ausblieben.
90 Prozent der Einfuhren kamen aus europäischen Länder, darunter 43 Prozent aus Mitgliedsländern der EU und 44 Prozent aus mittel- und osteuropäische Staaten. Mit mehr als der Hälfte aller eingeführten Waren gehörten Rußland, die Niederlande, Polen und Frankreich zu den bedeutendsten Importländern Sachsen-Anhalts.
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