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Im Bauhauptgewerbe lagen in Sachsen-Anhalt die Auftragsbestände Ende 1999 um 26,4 Prozent unter dem
Niveau des Vorjahres. Mit nur noch 2,1 Milliarden DM wurde ein neuer Tiefpunkt bei den Bauvorräten
erreicht. Das teilte das Statistische Landesamt in einer neuen Untersuchung zur Auftragslage mit.
Beide Bausparten entwickelten sich negativ. Der Tiefbaubereich gab im Vergleich zum Vorjahr um 30,3
Prozent auf 1,1 Milliarden DM Bestand nach. Die Hochbauvorräte verringerten sich um 20,9 Prozent auf 900
Millionen DM. Erstmals lag der Bestand im Hochbau unter der Milliardengrenze.
Unter Zugrundelegung der durchschnittlichen Bauleistung der vorangegangenen 12 Monate lag die Reichweite
der Auftragsvorräte bei 3,6 Monaten. Dabei wird die tatsächliche und nicht die mögliche Kapazitätsauslastung
berücksichtigt. Die niedrigen Auftragseingänge vor allem im zweiten Halbjahr 1999 hinterließen ihre Spuren.
Sollte sich der Trend von 1999 fortsetzen, dass die Baufirmen nur von der Substanz leben, droht für das Jahr
2000 eine bedenkliche Entwicklung.
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