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Die Ausfuhren Sachsen-Anhalts erreichten nach ersten vorläufigen Berechnungen im Jahr 2002 einen Wert von 4,5 Milliarden EUR. Das entspricht gegenüber 2001 einem Rückgang um 80 Millionen EUR bzw. 1,7 Prozent. 86,7 Prozent des Gesamtwertes betrafen Erzeugnisse der gewerblichen Wirtschaft, 13,3 Prozent Güter der Ernährungswirtschaft. Wie das Statistische Landesamt Sachsen-Anhalt weiterhin mitteilt, waren die wichtigsten Ausfuhrgüter Kunststoffe (mit einem Anteil von 12,4 Prozent der Gesamtausfuhren), Düngemittel (7,0 Prozent) und sonstige chemische Vorerzeugnisse (6,1 Prozent). Die Ausfuhr von Waren erfolgte zu 81 Prozent in die Länder Europas, darunter zu 51 Prozent in die Mitgliedsländer der Europäischen Union. Wobei die Länder Italien, Frankreich und die Niederlande die größten Abnehmerländer waren. 25,7 Prozent der Gesamtausfuhren gingen in die mittel- und osteuropäischen Staaten, hervorzuheben ist dabei Polen mit einem Anteil von rund 9 Prozent. Nach Asien wurden 8,3 Prozent aller Güter exportiert, 7,2 Prozent nach Amerika, 2,3 Prozent nach Afrika und knapp 1 Prozent nach Australien und Ozeanien.
Die Einfuhren von Waren nach Sachsen-Anhalt erreichten im Jahr 2002 einen Wertumfang von 4,1 Milliarden EUR. Das waren 7,9 Prozent bzw. 357 Millionen EUR weniger als im Vorjahr. Waren der gewerblichen Wirtschaft wurden im Wert von 3,9 Milliarden EUR eingeführt, das entsprach 94 Prozent der Gesamteinfuhren Sachsen-Anhalts. Die Einfuhrerzeugnisse waren Rohöl (mit 39,9 Prozent der Gesamteinfuhren), sonstige chemische Vorerzeugnisse (5,7 Prozent) und Kupfer und Kupferlegierungen (4,0 Prozent). Rund 95 Prozent der Importe kamen aus europäischen Ländern, darunter 35 Prozent aus Mitgliedsländer der Europäischen Union und 57 Prozent aus mittel- und osteuropäische Staaten. Mit mehr als der Hälfte aller eingeführten Waren gehörten die Russische Föderation, die Niederlande, Frankreich und Italien zu den bedeutendsten Importländern Sachsen-Anhalts.
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