|
Nach den vorläufigen Ergebnissen der diesjährigen Bodennutzungshaupterhebung im Mai wurden in Sachsen-Anhalt auf einer Million Hektar Ackerland 836 000 Hektar Marktfrüchte - und zwar darunter 582 000 Hektar Getreide, 137 000 Hektar Ölfrüchte, 65 000 Hektar Hackfrüchte, 44 000 Hektar Hülsenfrüchte sowie 4 800 Hektar Gemüse und Erdbeeren - und 68 000 Hektar Futterfeldfrüchte angebaut.
Nach Angaben des Statistischen Landesamtes Sachsen-Anhalt ging die Getreidefläche gegenüber dem Vorjahr um 3 Prozent zurück und hat einen Anteil an der Ackerfläche von 58 Prozent. Innerhalb der Getreidearten gab es aufgrund der ungünstigen Aussaatbedingungen im Herbst, bedingt durch das Augusthochwasser sowie erheblichen Auswinterungsschäden, eine Verschiebung des Wintergetreides zugunsten des Sommergetreides. Während bei den Winterungen ein Rückgang um 10 Prozent zu verzeichnen ist, hat sich die Fläche mit Sommergetreide nahezu verdoppelt.
Auf über der Hälfte der Getreidefläche reift in Sachsen-Anhalt Winterweizen (311 000 Hektar); Sommerweizen wurde auf 15 000 Hektar gedrillt. Die mit Wintergerste bestellte Fläche verringerte sich um 14 Prozent auf 89 000 Hektar. Der Anbau von Sommergerste dagegen ist durch die Neuaussaat auf den Auswinterungsflächen auf 34 000 Hektar angestiegen (2002: 18 000 Hektar). Roggen wächst in diesem Jahr auf 61 000 Hektar, das ist knapp ein Drittel weniger als im Vorjahr. Bei Triticale wurde der Anbau um 12 Prozent eingeschränkt; zur Ernte 2003 stehen damit 39 000 Hektar Triticale an.
Ölfrüchte beanspruchen knapp 14 Prozent des Ackerlandes und stehen auf 137 000 Hektar, darunter 119 000 Hektar Winterraps, 8 000 Hektar Sommerraps und Rübsen und 5 000 Hektar Körnersonnenblumen. Während die Winterrapsfläche um 11 Prozent zurückgegangen ist, wurde der Anbau von Sommerraps und Rübsen entsprechend erheblich ausgedehnt.
Für den Anbau von Hackfrüchten wurden 65 000 Hektar Ackerland genutzt und zwar für Kartoffeln knapp 15 000 Hektar und für Zuckerrüben rd. 51 000 Hektar. Gut drei Viertel der in Sachsen-Anhalt angebauten Hülsenfrüchte (44 000 Hektar) sind Futtererbsen.
Silomais reift in diesem Jahr auf 59 000 Hektar, das sind 11 Prozent bzw. 6 000 Hektar mehr als im Vorjahr. Insgesamt wird auf 7 Prozent des Ackerlandes Futterbau betrieben.
|