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Das Statistische Landesamt Sachsen-Anhalt wird in diesem Jahr eine neue Veröffentlichungsreihe gestalten. Im wöchentlichen Abstand wollen wir eine statistische Reise durch das Alphabet unternehmen.
Unter dem Titel "Das Alphabet in Zahlen" beginnen wir heute mit dem Buchstaben "A".
A wie Alleinerziehende
Allein erziehende Frauen und Männer gab es schon immer und wird es aus den unterschiedlichsten Gründen auch immer geben. Aber wie viele sind es? Die jährliche Mikrozensuserhebung in der amtlichen Statistik liefert unter anderem Daten über Haushalts- und Familienstrukturen.
Danach gab es im Jahr 2003 insgesamt 402 300 Familien mit ledigen Kindern. Davon waren 130 800 Familien, in denen Alleinerziehende mit 177 100 Kindern lebten, 1991 waren es 112 800 Alleinerziehende mit 152 100 Kindern.
Während 1991 noch drei Viertel der Alleinerziehenden erwerbstätig waren, hatten im Jahr 2003 nur noch 59 Prozent einen Arbeitsplatz.
79 Prozent der Alleinerziehenden waren Frauen. Gegenüber dem Jahr 1991 stieg ihre Zahl nur unwesentlich um ein Prozent an.
Aber die Zahl der allein erziehenden Männer stieg auf das Zweieinhalbfache an. 1991 betreuten nur 10 900 Männer ihre Kinder allein, im Jahr 2003 waren es bereits 27 500 Männer. 43 Prozent der Männer waren ledig, 26 Prozent geschieden, 22 Prozent verwitwet. In vier von fünf dieser "Männer-Familien" lebte nur ein Kind.
Von den 177 100 Kindern, die von Vater oder Mutter allein betreut werden, waren 43 100 Kinder jünger als 6 Jahre, 81 000 Kinder im Alter von 6 bis 18 Jahre und 53 000 Kinder älter als 18 Jahre.
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