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Die rund 1 011,5 Tausend Erwerbstätigen in Sachsen-Anhalt arbeiteten im Jahr 2007 über 1,5 Milliarden Stunden. Das waren 1 491,5 Stunden pro Erwerbstätigen, rund 58 Stunden mehr als im Bundesdurchschnitt. Nach Mitteilung des Statistischen Landesamtes Sachsen-Anhalt gab es innerhalb des Landes deutliche regionale Unterschiede. So erreichte der Landkreis Anhalt-Bitterfeld mit einer geleisteten Arbeitzeit von rund 1 525 Stunden je Erwerbstätigen den höchsten Wert. Damit arbeitete dort ein Erwerbstätiger im Jahr 2007 durchschnittlich 34 Stunden mehr als im Landesdurchschnitt. Es folgten die kreisfreie Stadt Dessau-Roßlau (1 505 Stunden) und der Landkreis Harz (1 503 Stunden). Die geringsten Arbeitszeiten wiesen die kreisfreien Städte Magdeburg (1 469 Stunden) und Halle (1 471 Stunden) sowie die Landkreise Salzlandkreis (1 482 Stunden) und Mansfeld-Südharz (1 483 Stunden) aus.
Die große Spannweite der Arbeitszeiten innerhalb des Landes ist darauf zurückzuführen, welche Größenordnung geringfügige Beschäftigungsverhältnisse, Teilzeitarbeit und der Anteil der Selbstständigen im jeweiligen Kreis haben. Dabei ist vor allem die Wirtschaftsstruktur des Kreises entscheidend. So ist die durchschnittlich geleistete Arbeitszeit dort höher, wo Minijobs und Teilzeitbeschäftigung eine eher untergeordnete Rolle spielen. Regionale Sondereinflüsse, wie beispielsweise stark vom Durchschnitt abweichende Arbeitszeitregelungen eines die Region bestimmenden Unternehmens, können bei dem mit Hilfe von Indikatoren regional aufgeteilten Arbeitsvolumen jedoch nicht berücksichtigt werden. Aus diesem Grund wird hier auch vom Standard-Arbeitsvolumen gesprochen.
Als weiterer Indikator zur Analyse der Beschäftigungssituation wurden die so genannten Vollzeitäquivalente berechnet. Dabei werden die verschiedenen Erwerbstätigengruppen (Vollzeit-, Halbtags- und geringfügig Beschäftigte) in Abhängigkeit vom zeitlichen Maß ihres Arbeitsbeitrages gewichtet und in Vollzeitäquivalente umgerechnet. Danach entsprach die Zahl der Erwerbstätigen in Sachsen-Anhalt im Jahr 2007 rund 867 300 Vollzeit-äquivalenten, auf 100 Erwerbstätige kamen demnach 85,7 Vollzeit-äquivalente. Die meisten Vollzeitäquivalente je 100 Erwerbstätige hatten auf Grund des niedrigen Anteils an Teilzeit- und geringfügig Beschäftigten die kreisfreie Stadt Dessau-Roßlau (87,0) und der Landkreis Anhalt-Bitterfeld (87,7). Die geringsten Werte erreichten der Landkreis Mansfeld-Südharz mit 84,6 und die kreisfreie Stadt Halle mit 85,0.
Weitere detaillierte Ergebnisse zum regionalen Arbeitsvolumen enthält die soeben erschienene Gemeinschaftsveröffentlichung „Standard-Arbeitsvolumen in den kreisfreien Städten und Landkreisen der Bundesrepublik Deutschland 1999 bis 2007“ des Arbeitskreises Erwerbstätigenrechnung des Bundes und der Länder. Die Angaben zu den „Erwerbstätigen in Vollzeitäquivalenten in den kreisfreien Städten und Landkreisen der Bundesrepublik Deutschland 1999 bis 2007“ sind in der Gemeinschaftsveröffentlichung der Statistischen Ämter der Länder veröffentlicht. Beide Publikationen können kostenlos über das Statistische Landesamt Sachsen-Anhalt info@stala.mi.sachsen-anhalt.de bestellt werden oder werden zum Download über das Online-Angebot des Arbeitskreises http://www.statistik-hessen.de/erwerbstaetigenrechnung angeboten.
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Indikatoren der Erwerbstätigkeit
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Erwerbstätige am Arbeitsort, Vollzeitäquivalente und Standard-Arbeitsvolumen
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in den kreisfreien Städten und Landkreisen Sachsen-Anhalts im Jahresdurchschnitt 2007
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Erwerbstätige insgesamt
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Erwerbstätige in Vollzeitäquivalenten
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Vollzeitäquivalente je 100 Erwerbstätige
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Geleistete Arbeitsstunden der Erwerbstätigen
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Geleistete Arbeitsstunden je Erwerbstätigen
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Kreisfreie Stadt
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Landkreis
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Land
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in 1 000
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in Mill. Stunden
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in Stunden
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Dessau-Roßlau, Stadt
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45,1
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39,2
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87,0
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67,9
|
1 504,9
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Halle (Saale), Stadt
|
122,0
|
103,7
|
85,0
|
179,4
|
1 471,1
|
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Magdeburg, Stadt
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134,5
|
114,4
|
85,1
|
197,6
|
1 469,4
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Altmarkkreis Salzwedel
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36,9
|
31,6
|
85,6
|
55,2
|
1 496,3
|
|
Anhalt-Bitterfeld
|
71,4
|
62,6
|
87,7
|
108,9
|
1 525,3
|
|
Börde
|
70,5
|
60,7
|
86,1
|
105,7
|
1 499,9
|
|
Burgenlandkreis
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73,5
|
62,8
|
85,4
|
109,4
|
1 488,5
|
|
Harz
|
93,9
|
80,7
|
86,0
|
141,2
|
1 503,4
|
|
Jerichower Land
|
39,0
|
33,7
|
86,3
|
58,6
|
1 500,9
|
|
Mansfeld-Südharz
|
55,3
|
46,8
|
84,6
|
82,0
|
1 483,2
|
|
Saalekreis
|
82,8
|
71,6
|
86,5
|
124,4
|
1 502,1
|
|
Salzlandkreis
|
82,6
|
70,3
|
85,1
|
122,5
|
1 481,9
|
|
Stendal
|
50,0
|
43,0
|
85,9
|
75,0
|
1 500,7
|
|
Wittenberg
|
54,0
|
46,2
|
85,6
|
80,9
|
1 498,2
|
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Sachsen-Anhalt
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1 011,5
|
867,3
|
85,7
|
1 508,7
|
1 491,5
|
|
davon
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kreisfreie Städte
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301,5
|
257,3
|
85,3
|
444,9
|
1 475,4
|
|
Landkreise
|
710,0
|
610,0
|
85,9
|
1 063,8
|
1 498,4
|
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Quelle: Arbeitskreis „Erwerbstätigenrechnung des Bundes und der Länder”, Stand August 2008
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