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Die überdurchschnittlich hohe Entwicklung der Verbraucherpreise in Sachsen-Anhalt im Jahr 2008 setzte sich 2009 nicht fort. Abgeschwächt erhöhte sich das Preisniveau auch 2009 für den überwiegenden Teil des Warenkorbs.
Im Jahr 2008 wurde in Sachsen-Anhalt mit 2,8 Prozent die höchste Inflationsrate seit 1995 gemessen. Im Folgejahr mit 0,2 Prozent die niedrigste. Die im Verlauf 2007 zu 2008 starke Dynamik der Preiserhöhungen schwächte sich im Verlauf 2008 zu 2009 ab, je nach Sektor bzw. Hauptgruppe im Warenkorb der Verbraucherpreise unterschiedlich (vgl. Grafik).

Insbesondere für Nahrungsmittel und alkoholfreie Getränke wurde vor zwei Jahren bzw. im Vergleich 2008 gegenüber 2007 eine Inflationsrate von 7,2 Prozent gemessen. Im letzten Jahr sank dagegen das Preisniveau im Nahrungsmittelbereich um 1,6 Prozent gegenüber 2008, wesentlich beeinflusst durch Molkereiprodukte und Eier (- 9,1 Prozent), Speisefette und Öle (- 4,3 Prozent), Obst (- 4,6 Prozent) und Gemüse (- 3,6 Prozent) sowie durch alkoholfreie Getränke (- 2,3 Prozent). Verteuert hatten sich u. a. frische Fische und Fischwaren, (+ 3,3 Prozent), Fleisch und Fleischwaren (+ 1,9 Prozent) sowie Brot und Getreideerzeugnisse (+ 1,1 Prozent).
Für die Preise im Sektor Verkehr wurde im Jahr 2008 eine hohe Inflationsrate von 3,5 Prozent ermittelt, im Jahr 2009 war die Inflationsrate dagegen negativ (- 1,6 Prozent). So verringerte sich im Jahresdurchschnitt 2009 u. a. das Preisniveau von Kraft- und Schmierstoffen für Privatfahrzeuge um 10,5 Prozent gegenüber 2008. Insbesondere Diesel zeigte innerhalb der letzten 24 Monate eine dynamische Preisentwicklung. Der höchste durchschnittliche Preis in Sachsen-Anhalt wurde im Juli mit 1,51 EUR pro Liter gemessen, damals fast gleichauf mit Superbenzin (1,56 EUR pro Liter). Zum Ende des Jahres sank der Literpreis für Diesel auf 1,12 EUR pro Liter im Dezember 2009, für Superbenzin war es 1,32 EUR pro Liter. Im Jahresmittel verringerte sich das Preisniveau für Diesel 2009 gegenüber 2008 um 18,0 Prozent, für Superbenzin sank das Preisniveau um 8,4 Prozent.
Auch das Preisniveau für Leichtes Heizöl verringerte sich im Jahresmittel 2009 um 30,0 Prozent, Gas war 2009 um 1,2 Prozent günstiger als im Jahr 2008. Strom dagegen verteuerte sich auch im Jahr 2009 um 7,5 Prozent, im Vorjahr betrug die Teuerungsrate für Strom 8,5 Prozent. Der bedeutendste Kostenblock im Warenkorb für Preise im Sektor Wohnung, Wasser, Strom und andere Brennstoffe mit einem Anteil von über 30 Prozent wies im Jahr 2009 eine durchschnittliche Inflationsrate von 0,3 Prozent auf, im Vorjahr waren es, wesentlich beeinflusst durch Kraftstoff- und Heizölpreise, noch 3,0 Prozent.
Im Sektor Bekleidung und Schuhe stieg das Preisniveau im Jahr 2009 gegenüber 2008 um 0,7 Prozent. Im Vorjahr betrug die Inflationsrate hier noch 4,4 Prozent. Für Einrichtungsgegenstände (Möbel, Geräte und Ausrüstungen für den Haushalt) erhöhte sich das Preisniveau im Jahr 2009 um 1,4 Prozent, wie auch im Jahresverlauf 2007 zu 2008. Rückläufig, sowohl 2008 als auch 2009, entwickelten sich die Preise im Sektor Nachrichtenübermittlung (u. a. auch Mobilfunkpreise). Im Jahr 2009 sank das Niveau um 2,2 Prozent, nachdem im Jahresverlauf 2007 zu 2008 ein Rückgang um 3,3 Prozent gemessen wurde.
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