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Im Jahresdurchschnitt 2009 gab es nach vorläufigen Berechnungen in Sachsen-Anhalt 1,01 Millionen Erwerbstätige, das waren 4 800 Personen oder 0,5 Prozent weniger als vor einem Jahr.
Wie das Statistische Landesamt mitteilte, sank die Erwerbstätigenzahl erstmals seit 2005 wieder. Die Abnahme fiel jedoch angesichts der gesamtwirtschaftlichen Krise noch moderat aus. Im Vorjahr war eine Zunahme um 0,7 Prozent zu verzeichnen.
Sowohl die Zahl der Arbeitnehmer als auch die der Selbstständigen und mithelfenden Familienangehörigen war rückläufig. Die Arbeitnehmerzahl verringerte sich im Vergleich zum Vorjahr um 0,3 Prozent oder 2 600 auf 918 600 Personen. Verursacht wurde diese Entwicklung einerseits durch die Abnahme der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigungsverhältnisse. Aufgrund der vermehrten Inanspruchnahme von Kurzarbeit fiel dieser Rückgang jedoch noch relativ gering aus. Andererseits sank die Zahl der marginal Beschäftigten, insbesondere der Beschäftigten in den so genannten Ein-Euro-Jobs. Die Zahl der Selbstständigen und mithelfenden Familienangehörigen verringerte sich im Vorjahresvergleich um 2,4 Prozent oder 2 200 auf 91 500 Personen.
Die Abnahme der Erwerbstätigkeit betraf fast alle Wirtschaftsbereiche, besonders jedoch den Bereich Finanzierung, Vermietung und Unternehmensdienstleister ( - 2,3 Prozent), bedingt durch den starken Abbau der Zeitarbeit. Auch das Verarbeitende Gewerbe ( - 0,9 Prozent) hatte größere Rückgänge. Dagegen hatten die Wirtschaftsbereiche Land- und Forstwirtschaft; Fischerei ( + 1,5 Prozent) und das Baugewerbe (+ 1,1 Prozent) Zuwächse zu verzeichnen.
Bundesweit sank die Erwerbstätigkeit geringfügig um 14 000 Personen ( - 0,0 Prozent) auf 40,3 Millionen Personen. Damit war seit 2005 erstmals ein leichter Rückgang zu verzeichnen (Vorjahr + 1,4 Prozent). Die prozentuale Abnahme gegenüber 2008 war mit 0,1 Prozent in den alten Bundesländern ohne Berlin ( - 81 600 Personen) niedriger als in den neuen Bundesländern ohne Berlin mit 0,4 Prozent ( - 14 300 Personen). Die Spannweite der Veränderungsraten reichte von minus 1,2 Prozent in Thüringen bis plus 1,7 Prozent in Berlin.
Erwerbstätige am Arbeitsort 2009 nach Wirtschaftsbereichen
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Wirtschaftsbereich (WZ 2003)
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Sachsen-Anhalt
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Deutschland
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2009
|
Veränderung gegenüber 2008
|
2009
|
Veränderung gegenüber 2008
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in 1 000
|
%
|
in 1 000
|
%
|
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|
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Land- und Forstwirtschaft, Fischerei
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29,9
|
0,4
|
1,5
|
866
|
6
|
0,7
|
|
Produzierendes Gewerbe
|
242,4
|
- 0,7
|
- 0,3
|
10 014
|
- 209
|
- 2,0
|
|
Produzierendes Gewerbe ohne Baugewerbe
|
166,4
|
- 1,5
|
- 0,9
|
7 814
|
- 216
|
- 2,7
|
|
darunter: Verarbeitendes Gewerbe
|
154,0
|
- 1,4
|
- 0,9
|
7 458
|
- 209
|
- 2,7
|
|
Baugewerbe
|
76,0
|
0,8
|
1,1
|
2 200
|
7
|
0,3
|
|
Dienstleistungsbereiche
|
737,9
|
- 4,5
|
- 0,6
|
29 385
|
189
|
0,6
|
|
davon:
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|
|
|
|
|
Handel, Gastgewerbe und Verkehr
|
239,5
|
- 0,2
|
- 0,1
|
10 082
|
36
|
0,4
|
|
Finanzierung, Vermietung, Unternehmensdienstl.
|
149,3
|
- 3,5
|
- 2,3
|
6 922
|
- 88
|
- 1,3
|
|
Öffentliche und private Dienstleister
|
349,1
|
- 0,9
|
- 0,2
|
12 381
|
241
|
2,0
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
Insgesamt
|
1 010,1
|
- 4,8
|
- 0,5
|
40 265
|
- 14
|
- 0,0
|
Quelle: Arbeitskreis „Erwerbstätigenrechnung des Bundes und der Länder“; Berechnungsstand Februar 2010, vorläufige Werte
Vierteljährlich betrachtet zeigte sich im Land Sachsen-Anhalt, nachdem in den letzten drei Jahren immer eine positive Entwicklung zu verzeichnen war, in allen Quartalen des Jahres 2009 ein Rückgang. Im vierten Quartal 2009 hatten nach vorläufigen Berechnungen rund 1,027 Millionen Erwerbstätige ihren Arbeitsplatz in Sachsen-Anhalt, das waren 8 400 Personen oder 0,8 Prozent weniger als im gleichen Vorjahresquartal. Damit fiel die Entwicklung im vierten Quartal deutlich ungünstiger aus als in den vergangenen drei Quartalen des Jahres 2009. Hier betrugen die Rückgänge 0,2 bis 0,5 Prozent. Im Vorjahr waren noch Zuwächse in den Quartalen zwischen 0,4 und 0,9 Prozent zu verzeichnen.
Erwerbstätige am Arbeitsort in Sachsen-Anhalt
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Jahr/Vierteljahr
|
Erwerbstätige in 1000 Personen
|
Veränderung gegenüber dem gleichen Vorjahreszeitraum in %
|
|
|
|
|
|
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2002
|
Jahresdurchschnitt
|
1 022,1
|
- 1,7
|
|
2003
|
Jahresdurchschnitt
|
1 007,8
|
- 1,4
|
|
2004
|
Jahresdurchschnitt
|
1 004,7
|
- 0,3
|
|
2005
|
Jahresdurchschnitt
|
990,2
|
- 1,4
|
|
2006
|
Jahresdurchschnitt
|
995,5
|
0,5
|
|
2007
|
Jahresdurchschnitt
|
1 008,0
|
1,3
|
|
2008
|
Jahresdurchschnitt
|
1 014,9
|
0,7
|
|
2009
|
Jahresdurchschnitt
|
1 010,1
|
- 0,5
|
|
|
|
|
|
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2008
|
1. Vierteljahr
|
996,3
|
0,9
|
|
|
2 Vierteljahr
|
1 008,1
|
0,4
|
|
|
3. Vierteljahr
|
1 019,9
|
0,7
|
|
|
4. Vierteljahr
|
1 035,3
|
0,7
|
|
|
|
|
|
|
2009
|
1. Vierteljahr
|
994,3
|
- 0,2
|
|
|
2. Vierteljahr
|
1 004,6
|
- 0,3
|
|
|
3. Vierteljahr
|
1 014,7
|
- 0,5
|
|
|
4. Vierteljahr
|
1 026,9
|
- 0,8
|
|
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|
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Quelle: Arbeitskreis „Erwerbstätigenrechnung des Bundes und der Länder“; Berechnungsstand Februar 2010, vorläufige Werte
Weitere Informationen können auf der Internetseite des Statistischen Landesamtes Sachsen-Anhalt http://www.statistik.sachsen-anhalt.de oder des Arbeitskreises „Erwerbstätigenrechnung des Bundes und der Länder“ http://www.statistik-hessen.de/erwerbstaetigenrechnung abgerufen werden. Zu den Vierteljahresergebnissen liegt außerdem eine vom Arbeitskreis erstellte Publikation „Erwerbstätige in den Ländern der Bundesrepublik Deutschland 2001 bis 4. Vierteljahr 2009“ vor, die kostenlos bezogen werden kann.
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