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In Sachsen-Anhalt wurden im Jahr 2009 von den 1 010,1 Tausend Erwerbstätigen 1 444,3 Millionen Arbeitsstunden geleistet. Damit arbeitete jeder Erwerbstätige durchschnittlich 1 430 Stunden.
Nach Angaben des Statistischen Landesamtes ging das gesamtwirtschaftliche Arbeitsvolumen, das die tatsächlich geleistete Arbeitszeit aller Erwerbstätigen umfasst, gegenüber dem Vorjahr um 44,4 Millionen Stunden oder 3,0 Prozent zurück. Ursache dafür war einerseits, dass die Erwerbstätigenzahl um 4 800 Personen oder 0,5 Prozent sank. Andererseits wurde aufgrund der Wirtschaftskrise verstärkt die Arbeitszeit reduziert, um Entlassungen zu vermeiden. So stieg die Kurzarbeiterzahl kräftig an und Überstunden sowie Guthaben auf Arbeitszeitkonten wurden abgebaut. Je Erwerbstätigen verringerte sich die Arbeitszeit um 37 auf 1 430 Stunden, das waren 40 Stunden mehr als im Bundesdurchschnitt. Die geleistete Arbeitszeit der Arbeitnehmer betrug 1 256,2 Millionen Stunden, 39,5 Millionen weniger als im Vorjahr. Je Arbeitnehmer waren das 1 368 Stunden, 39 Stunden weniger als im Jahr 2008, aber 58 Stunden mehr als im Bundesdurchschnitt.
Ursachen für die Unterschiede zum Bundesdurchschnitt und zwischen den Wirtschaftsbereichen sind neben verschiedenen tariflichen und individuellen Arbeitszeiten (Vollzeit-, Teilzeit-, marginale Beschäftigung), den unterschiedlichen Beschäftigungsstrukturen (abhängige und selbstständige Erwerbstätigkeit) und Wirtschaftszweigstrukturen auch die Mehr- und Kurzarbeit sowie krankheitsbedingte Ausfallzeiten und die unterschiedliche Zahl der Arbeitstage in den Bundesländern.
Das Arbeitsvolumen sank in allen Wirtschaftsbereichen Sachsen-Anhalts. Die stärksten Rückgänge an geleisteten Arbeitsstunden hatten die Wirtschaftsbereiche Verarbeitendes Gewerbe ( - 7,4 Prozent) sowie Finanzierung, Vermietung und Unternehmensdienstleister ( - 4,7 Prozent). Die meisten Arbeitsstunden je Erwerbstätigen wurden, wie schon in den Vorjahren, im Baugewerbe mit 1 642 Stunden und in der Land- und Forstwirtschaft mit 1 600 Stunden geleistet. Am kürzesten war die jährliche Pro-Kopf-Arbeitszeit dagegen in den Dienstleistungsbereichen (1 386 Stunden), wo Teilzeitarbeit und marginale Beschäftigung eine größere Rolle spielen.
Geleistete Arbeitsstunden der Erwerbstätigen am Arbeitsort in Sachsen-Anhalt
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Wirtschaftsbereich (WZ 2003)
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Geleistete Arbeitsstunden
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2008
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2009
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Ver- änderung 2009 gegenüber 2008
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je Erwerbs- tätigen 2009
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in Millionen Stunden
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in %
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in Stunden
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Land- und Forstwirtschaft, Fischerei
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48,1
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47,8
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- 0,7
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1 600,4
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Produzierendes Gewerbe
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394,0
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373,8
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- 5,1
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1 541,9
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Produzierendes Gewerbe ohne Baugewerbe
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268,4
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248,9
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- 7,2
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1 496,2
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darunter: Verarbeitendes Gewerbe
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249,1
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230,6
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- 7,4
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1 497,7
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Baugewerbe
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125,6
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124,8
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- 0,6
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1 642,0
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Dienstleistungsbereiche
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1 046,6
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1 022,8
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- 2,3
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1 386,1
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Handel, Gastgewerbe und Verkehr
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339,5
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331,7
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- 2,3
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1 385,1
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Finanzierung, Vermietung, Unternehmensdienstleister
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213,5
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203,5
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- 4,7
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1 362,9
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Öffentliche und private Dienstleister
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493,6
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487,5
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- 1,2
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1 396,7
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Insgesamt
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1 488,7
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1 444,3
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- 3,0
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1 429,8
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Quelle: Arbeitskreis „Erwerbstätigenrechnung des Bundes und der Länder“; Stand Februar 2010, vorläufige Werte
Diese vom Arbeitskreis „Erwerbstätigenrechnung des Bundes und der Länder“ ermittelten Zahlen sind das Ergebnis einer Neuberechnung der Erwerbstätigkeit und des Arbeitsvolumens für das Jahr 2009. Sie sind abgestimmt auf die Ergebnisse des Statistischen Bundesamtes für Deutschland vom 18. Februar 2010.
Weitere Ergebnisse zur Erwerbstätigkeit können auf der Internetseite des Statistischen Landesamtes Sachsen-Anhalt http://www.statistik.sachsen-anhalt.de oder auf der Homepage des AK ETR unter http://www.statistik-hessen.de/erwerbstaetigenrechnung abgerufen werden.
Das Arbeitsvolumen umfasst die tatsächlich geleistete Arbeitszeit aller Erwerbstätigen, die als Arbeitnehmer (Arbeiter, Angestellte, Beamte, Richter, marginal Beschäftigte, Soldaten) oder als Selbstständige beziehungsweise als mithelfende Familienangehörige eine auf wirtschaftlichen Erwerb gerichtete Tätigkeit ausüben. Hierzu zählen auch die geleisteten Arbeitsstunden von Personen mit mehreren gleichzeitigen Beschäftigungsverhältnissen. Nicht zum Arbeitsvolumen gehören hingegen die bezahlten, aber nicht geleisteten Arbeitsstunden, beispielsweise Jahresurlaub, Elternzeit, Feiertage, Kurzarbeit oder krankheitsbedingte Abwesenheit. Ebenfalls unberücksichtigt bleiben die nicht bezahlten Pausen für das Einnehmen von Mahlzeiten sowie die Zeit für die Fahrten zwischen Wohnung und Arbeitsplatz. Das Arbeitsvolumen umfasst somit die Gesamtzahl der während des Berichtszeitraums am jeweiligen Arbeitsort von Arbeitnehmern und Selbstständigen innerhalb einer Region tatsächlich geleisteten Arbeitsstunden. Es berücksichtigt weder Intensität noch Qualität der geleisteten Arbeit. Das Arbeitsvolumen ergibt sich als Produkt aus Erwerbstätigenzahl und Arbeitszeit je Erwerbstätigen.
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