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Ende März 2010 waren in den 657 größeren Industriebetrieben Sachsen-Anhalts (Verarbeitendes Gewerbe sowie Bergbau und Gewinnung von Steinen und Erden mit mindestens 50 Beschäftigten) 102 000 Männer und Frauen beschäftigt. Im Vorjahresvergleich verringerte sich die Beschäftigtenzahl um 2 000 Personen bzw. um - 1,9 Prozent. Wie das Statistische Landesamt weiter mitteilt, gab es die größten absoluten Arbeitsplatzverluste im Jahresvergleich bei den Herstellern von Metallerzeugnissen (- 541), bei den Herstellern von elektrischen Ausrüstungen (- 483) sowie von Kraftwagen und Kraftwagenteilen (- 461). Im Gegensatz dazu gab es aber auch Branchen, in denen die Beschäftigtenzahlen angestiegen sind, das sind z. B. Herstellung von Nahrungs- und Futtermitteln mit + 380, Sonstiger Fahrzeugbau mit + 321 sowie Herstellung von Glas und Glaswaren, Verarbeitung von Steinen und Erden mit + 189.
Die sachsen-anhaltischen Industriebetriebe erwirtschafteten in den ersten drei Monaten dieses Jahres einen Gesamtumsatz in Höhe von 7,4 Mrd. EUR, davon entfielen auf das Inland 5,4 Mrd. EUR und auf das Auslandsgeschäft 2,0 Mrd. EUR. Nachdem der Umsatz in den Monaten Januar und Februar 2010 bei je rd. 2,3 Mrd. EUR lag, gab es im März einen Anstieg auf 2,8 Mrd. EUR. Dieser Wert ist nach dem Monatswert des Oktober 2008 der höchste Industrieumsatz und lässt darauf schließen, dass das Tal der Wirtschaftskrise durchschritten ist. Die Exportquote, der Anteil des Auslandsumsatzes am Gesamtumsatz stieg im ersten Quartal 2010 gegenüber dem gleichen Vorjahreszeitraum um 0,6 Prozentpunkte auf 27,1 Prozent an. Jedoch wurde die Quote des ersten Quartals 2008 mit 30,4 Prozent noch nicht wieder erreicht.
Gegenüber dem Vorjahresquartal erhöhte sich der Umsatz im ersten Quartal 2010 um 6,3 Prozent, wobei der Auslandumsatz mit + 8,9 Prozent stärker stieg als der Inlandsumsatz mit + 5,4 Prozent. Überdurchschnittliche Zuwächse wiesen u.a die Hersteller von Kraftwagen und Kraftwagenteilen (+ 18,1 Prozent) sowie die Hersteller von Gummi- und Kunststoffwaren (+ 12,7 Prozent) aus. Umsatzrückgänge hatten dagegen u.a. in die Branchen Herstellung von Metallerzeugnissen, Herstellung von elektrischen Ausrüstungen sowie Herstellung von DV-Geräten, technischen und optischen Erzeugnissen zu verkraften.
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