Statistisches Landesamt Sachsen-Anhalt
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Pressemitteilungen 2012 - Juni


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PM 44 / 2012
27.06.2012

Sachsen-Anhalt im Fußball-EM-Fieber 2012 - Ausgewählte Statistische Daten - Deutschland : Italien sowie potenzielle Gegner

Nachdem Deutschland auch im Viertelfinale erfolgreich war, ist der nächste Gegner im Halbfinale  Italien.

 

Nach Angaben des Statistischen Landesamtes Sachsen-Anhalt lebten am Jahresende 2011 insgesamt 252 Italienerinnen und 564 Italiener in Sachsen-Anhalt, knapp 84 % von ihnen waren im arbeitsfähigen Alter. Jeder vierte Einwohner mit italienischer Staatsbürgerschaft wohnt länger als 20 Jahre bei uns.

 

An einer Universität des Landes studieren 28 junge Frauen und 33 junge Männer aus Italien. Sie lassen sich überwiegend in Sprach- und Kulturwissenschaften, Ingenieurwissenschaften sowie Rechts-, Wirtschafts- und Sozialwissenschaften ausbilden.

 

Von den in Sachsen-Anhalt angesiedelten Italienerinnen und Italiener gehen 298 einer sozialversicherungspflichtigen Tätigkeit nach. Angestellt sind u. a. 129 Personen im Gastgewerbe, 49 im Dienstleistungsbereich und 42 im Verarbeitenden Gewerbe.

 

Aus Italien besuchten im letzten Jahr 5 691 Gäste unser Land. Sie buchten 13 055 Übernachtungen und blieben durchschnittlich 2,3 Tage

 

Italien zählt zu einem der größten Exportländer Sachsen-Anhalts. Waren im Wert von 1 093,3 Mill. EUR, das sind 7,4 % aller Exporte, verließen Sachsen-Anhalt gen Italien. Darunter waren Kunststoffe, Chemische Vorerzeugnisse sowie Halbzeuge aus Kupfer und Kupferlegierungen. Drei Prozent aller Importe stammen aus Italien. Sachsen-Anhalt erhielt für 457,1 Mill. EUR Waren, darunter pharmazeutische Erzeugnisse, Kunststoffe, Papier und Pappe, Wein und Mais.

 

Sollte die Erfolgstour weitergehen, ist der nächste Gegenspieler Spanien oder Portugal

 

Spanien

 

Am Jahresende 2011 lebten 134 Spanierinnen und 99 Spanier in Sachsen-Anhalt. Ein Drittel von ihnen war im Alter von 25 - 35 Jahren. Die Männer und Frauen mit spanischer Staatsbürgerschaft wohnen im Durchschnitt 8,4 Jahre im Land, darunter 20 seit mehr als 30 Jahren.

An einer Hochschule des Landes waren im letzten Jahr 28 junge Frauen und 21 junge Männer aus Spanien eingeschrieben. Jeder 2. studiert Sprach- und Kulturwissenschaften.

 

Einer sozialversicherungspflichtigen Tätigkeit gehen 27 Spanierinnen und 34 Spanier nach. Sie arbeiten vorwiegend im Verarbeitenden Gewerbe und im Dienstleistungsbereich.

 

Im letzten Jahr besuchten 2 990 Gäste unser Land. Mit 6 274 gebuchten Übernachtungen blieben sie 2,1 Tage hier.

 

Sachsen-Anhalt exportierte  nach vorläufigen Angaben im Jahr 2011 Waren im Wert von 417,9 Mill. EUR nach Spanien. Darunter waren vor allem pharmazeutische Erzeugnisse, Teile für Kraftfahrzeuge sowie Kunststoffe. Aus Spanien erhielt Sachsen-Anhalt Waren im Wert von 173,0 Mill. EUR. Dabei waren pharmazeutische Erzeugnisse, chemische Erzeugnisse und Waren aus Kunststoffen. 

 

Portugal

 

Am Jahresende 2011 lebten 112 Portugiesinnen und 433 Portugiesen in Sachsen-Anhalt. Darunter waren rund 12 Prozent Kinder und Jugendliche und rund 1 Prozent Rentner.

 

Einer sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung gingen am 30.06.2011 insgesamt 288 Personen (261 Männer und 27 Frauen) mit portugiesischer Staatsbürgerschaft nach, darunter 140 im Bereich sonstige Dienstleistungen, 69 im Baugewerbe und 47 im Verarbeitenden Gewerbe.

 

An einer Hochschule unseres Landes studieren 3 Portugiesinnen und 2 Portugiesen in den Fächergruppen Sprach- und Kulturwissenschaften sowie in den Agrar-, Forst- und Ernährungswissenschaften.

 

Im letzten Jahr besuchten 702 portugiesische Gäste unser Land. Sie buchten 3 193 Übernachtungen und blieben im Durchschnitt 4,5 Tage und damit wesentlich länger als der Durchschnitt der Gäste aus dem Ausland (2,4 Tage).

 

Nach vorläufigen Angaben wurden im Jahr 2011 Waren im Wert von 98,3  Millionen EUR aus Sachsen-Anhalt nach Portugal ausgeführt, mehr als die Hälfte davon waren Pharmazeutische Erzeugnisse, Rohkautschuk und Kunststoffe sowie Fahrgestelle, Karosserien, Motoren, Teile und Zubehör für Kraftfahrzeuge. Aus Portugal erhielt Sachsen-Anhalt Waren im Wert vom 133,3 Millionen EUR, vor allem Pharmazeutische Erzeugnisse, Chemische Vorerzeugnisse sowie Papier und Pappe.