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Pressemitteilungen 2016 - Februar


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03.02.2016

Weltkrebstag 2016 - 362 Krebssterbefälle je 100 000 Einwohner in Sachsen-Anhalt

An bösartigen Neubildungen (Krebs, ICD-10: C00-C97, D00-D09) verstarben im Jahr 2014 nach Ergebnissen der Todesursachenstatistik 8 114 Einwohner Sachsen-Anhalts, davon 4 579 Männer und 3 535 Frauen. Das waren 26,3 Prozent aller Todesfälle. Gegenüber dem Vorjahr war dies ein Rückgang um 60 Sterbefälle bei den Männern, jedoch ein Anstieg um 10 Todesfälle bei den Frauen.

Als Krebs wird in der Medizin eine unkontrolliert wachsende Gewebeneubildung (bösartiger Tumor) verstanden. Dabei werden gesunde Körperzellen verdrängt und zerstört.

Sachsen-Anhalt bleibt mit 362 Krebssterbefällen je 100 000 Einwohner bundesweit das Bundesland mit dem höchsten Wert. Das Bundesland mit dem niedrigsten Wert war Baden-Württemberg mit 236 Sterbefällen je 100 000 Einwohner.

Mit zunehmendem Alter steigt das Risiko an Krebs zu erkranken. So war mehr als jede(r) zweite Krebstote (51,7 Prozent) im Jahr 2014 im Alter von über 75 Jahren, dagegen erlagen nur 4 Mädchen und Jungen im Kindesalter dieser Krankheit.

Unter den bösartigen Neubildungen treten besonders häufig die Neubildungen der Verdauungsorgane (ICD-10: C15-C26) auf.
Daran erlagen im Jahr 2014 insgesamt 2 673 Personen (1 498 Männer und 1 175 Frauen) und machen damit rund ein Drittel aller Krebstoten aus. Darunter verstarben 931 an Darmkrebs (C18-C21), 582 an Bauchspeicheldrüsenkrebs (C25), 463 an Magenkrebs (C16) und 299 an Leberkrebs (C22).

Lungenkrebs (C33-C34) führte in insgesamt 1 519 Fällen zum Tod, die Mehrzahl davon waren Männer (1 099 Verstorbene). Bei 15,0 Prozent der Frauen, welche dem Krebs erlagen, wurde Brustkrebs (C50) als Todesursache festgestellt und bei 10,8 Prozent der Männer war dies der Prostatakrebs (C61). Leukämien und Lymphome (C81-C96) führten bei 727 Sachsen-Anhaltern zum Tod.

Im Jahr 2014 hatte die Landeshauptstadt prozentual die meisten Krebstoten (28,2 Prozent) zu verzeichnen, die prozentual niedrigste Krebstotenzahl wurde im Landkreis Wittenberg (23,8 Prozent) festgestellt.

Der Weltkrebstag wurde 2006 von der Union internationale contre le cancer, der Weltgesundheitsorganisation und anderen Organisationen ins Leben gerufen und wird seitdem jedes Jahr am 4. Februar begangen. Dieser Tag hat zum Ziel die Vorbeugung, Erforschung und Behandlung von Krebserkrankungen ins öffentliche Bewusstsein zu rücken.



Verbreitung mit Quellenangabe erwünscht.


    Pressemitteilung    


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