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Pressemitteilungen 2016 - Februar


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PM 25 / 2016
15.02.2016

Verbraucherpreise in Sachsen-Anhalt stiegen im Januar 2016 um 0,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahr

Wie das Statistische Landesamt mitteilte, betrug der Anstieg des Verbraucherpreisindex im Januar 2016 gegenüber dem Vorjahresmonat 0,7 Prozent.
Gegenüber dem Vormonat Dezember 2015 sank das Preisniveau durchschnittlich um 0,8 Prozent auf einen Indexstand von 106,6 (2010 = 100).

Wie bereits in den letzten Monaten festgestellt, hatte die Preisentwicklung im Bereich Energie (Haushaltsenergie und Kraftstoffe) auch im Januar dämpfenden Einfluss auf die Gesamtentwicklung. Ohne den Preisrückgang im Energiesektor hätte die Inflation 1,4 Prozent statt 0,7 Prozent betragen.
Haushaltsenergie (Strom, Gas u. a. Brennstoffe) war um 6,0 Prozent preiswerter als im Vorjahr, hier hatten gesunkene Heizölpreise hohen Einfluss. Bei den Kraftstoffen sank das Preisniveau um über 5 Prozent unter das des Vorjahres. Sowohl Dieselkraftstoff (- 12,4 Prozent) als auch Autogas (- 10,9 Prozent) wiesen die höchsten Preissenkungen in diesem Bereich auf. 

Im Januar 2016 waren Nahrungsmittel und alkoholfreie Getränke im Durchschnitt 0,8 Prozent teurer als im Januar vor einem Jahr. Dabei waren insbesondere Speisefette und Speiseöle um knapp 5 Prozent teurer, was überwiegend auf die Preisentwicklung bei Butter und Margarine zurückzuführen war.
Auch die Preise für Gemüse erhöhten sich spürbar um 4,6 Prozent. Fast alle frischen Gemüse waren teurer als vor 12 Monaten. Insbesondere Kartoffeln, Möhren, Zwiebeln oder Knoblauch und auch Gurken wirkten preistreibend. Im Schnitt um 13 Prozent günstiger waren frische Salate (Kopf-, Eisberg- oder Feldsalat), aber auch Blumenkohl oder Kürbisse konnten günstiger erworben werden.
Im Januar, nach den Feiertagen, konnten Bohnenkaffeevorräte um durchschnittlich 5 Prozent günstiger aufgefüllt werden als im letzten Jahr. Dagegen erhöhten sich im Jahresverlauf die Preise für Tabakwaren um fast 4 Prozent.

Im Bereich des Wohnens (Wohnung, Wasser, Strom, Gas u. a. Brennstoffe) wurde im Januar mit einer Gesamtentwicklung von - 0,1 Prozent kaum eine Veränderung innerhalb der letzten 12 Monate festgestellt. Der Blick auf die einzelnen Positionen beim Wohnen zeigte dagegen stark unterschiedliche Entwicklungen. Wohnungsmieten (Nettokaltmiete) stiegen im Vergleich zum Januar 2015 um 1,7 Prozent, Heizöl war um knapp ein Viertel preiswerter, Fernwärmepreise sanken um 9,1 Prozent und die Preise für Gas reduzierten sich um knapp 5 Prozent. Strom wurde fast unverändert (+ 0,1 Prozent) verkauft.

 

Verbraucherpreisindex für Sachsen-Anhalt (2010 = 100)
Übersicht Januar 2016 

Index
Hauptgruppe
Gütergruppe

Indexstand

Veränderung gegenüber

Januar
2016

Dezember
2015

Januar
2015

2010 = 100

um Prozent

 

 

Verbraucherpreisindex insgesamt 

106,6

-0,8

0,7

 

ohne saisonabhängige Nahrungsmittel

106,4

-0,8

0,6

 

ohne Heizöl und Kraftstoffe

107,9

-0,6

1,1

 

  ohne Nettomieten und Nebenkosten

107,1

-1,3

0,3

 

  Waren insgesamt

106,7

-0,9

-0,4

 

  Verbrauchsgüter

108,3

-0,6

-1,0

 

  Gebrauchsgüter mit mittlerer Lebensdauer

108,1

-2,8

0,9

 

  Langlebige Gebrauchsgüter

99,2

0,2

1,1

 

01

Nahrungsmittel und alkoholfreie Getränke

113,8

0,8

0,8

 

  Nahrungsmittel

114,0

0,9

1,0

 

       Brot und Getreideerzeugnisse

112,6

-0,4

0,9

 

       Molkereiprodukte und Eier

110,6

1,6

-2,4

 

       Speisefette und -öle

112,6

-0,1

4,8

 

       Gemüse

114,0

5,6

4,6

 

  Alkoholfreie Getränke

112,5

0,6

-0,4

 

02

Alkoholische Getränke und Tabakwaren

115,7

0,3

2,8

 

  Alkoholische Getränke

110,1

0,6

1,5

 

03

Bekleidung und Schuhe

108,8

-5,5

0,1

 

  Bekleidung

110,0

-5,4

0,4

 

  Schuhe

103,9

-5,8

-0,6

 

04

Wohnung, Wasser, Strom, Gas und andere Brennstoffe

105,3

-0,2

-0,1

 

  Wohnungsmieten (einschl. Nebenkosten)

104,8

0,5

1,6

 

       Nettokaltmieten

104,7

0,6

1,7

 

      Wohnungsnebenkosten

105,8

0,4

0,6

 

  Haushaltsenergie

105,8

-2,8

-6,0

 

05

Einrichtungsgegenstände für den Haushalt und deren Instandhaltung

103,9

-0,2

0,6

 

  Möbel, Innenausstattung und
   Einrichtungsgegenstände

101,5

-0,8

0,2

 

06

Gesundheitspflege

104,8

0,7

1,9

 

  Medizinische Erzeugnisse, Geräte und
   Ausrüstungen 

112,2

0,2

1,7

 

07

Verkehr

102,4

-0,8

-0,3

 

  Kraftstoffe 

87,0

-3,8

-5,1

 

08

Nachrichtenübermittlung 

90,9

0,3

-1,1

 

09

Freizeit, Unterhaltung und Kultur

105,5

-4,6

1,9

 

  Pauschalreisen 

98,0

-19,2

0,7

 

10

Bildungswesen 

118,5

0,2

0,1

 

11

Beherbergungs- und Gaststättendienstleistungen

114,2

0,2

3,3

 

  Beherbergungsdienstleistungen 

108,5

-0,5

1,5

 

12

Andere Waren und Dienstleistungen

108,9

0,6

1,0

 

  Versicherungsdienstleistungen 

108,2

0,7

2,2



Verbreitung mit Quellenangabe erwünscht.


    Pressemitteilung    


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