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Pressemitteilungen 2018 - Februar


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PM 41 / 2018
21.02.2018

975 700 Sachsen-Anhalterinnen und Sachsen-Anhalter lebten überwiegend von Einkünften aus Erwerbs- oder Berufstätigkeit

 

Laut Mikrozensus 20161 bestritten 43,5 Prozent der Bevölkerung ihren überwiegenden Lebensunterhalt aus eigener Erwerbs- bzw. Berufstätigkeit, knapp 30 Prozent (660 900 Personen) aus Rente oder Pension. Alle anderen bezogen u. a. Arbeitslosengeld I, Leistungen nach Hartz IV, laufende Hilfen zum Lebensunterhalt oder lebten von den Einkünften ihrer Angehörigen2. 

Etwas mehr als die Hälfte (51,6 %) der Sachsen-Anhalterinnen und Sachsen-Anhalter ordnete sich in die Einkommensklassen zwischen 700 und 1 500 EUR monatlichem Nettoeinkommen ein und 23,6 Prozent der Bevölkerung zwischen 1 500 und 2 600 EUR. In der Einkommensklasse 2 600 EUR und mehr setzten 92 000 (5,0 %) Männer und Frauen ihr Kreuz im Fragebogen, in der Mehrzahl (67,6 %) die männliche Bevölkerung. 

Im Jahr 2016 gab es in Sachsen-Anhalt 1 174,5 Tausend Privathaushalte, davon 679,5 Tausend Mehr- und 495 Tausend Einpersonenhaushalte. Somit hatten insgesamt rund 74 Prozent der Mehrpersonenhaushalte ein Einkommen von über 1 700 EUR monatlich zur Verfügung. Im Jahr 2006 betrug dieser Anteil der vergleichbaren Einkommensgruppen rund 53 Prozent.  

1    Der Mikrozensus ist eine 1%ige Stichprobe der Bevölkerung. Das entsprach in Sachsen-Anhalt einer Befragung von
     ca. 12 000 Haushalten zu ihren Arbeits- und Lebensbedingungen.
2     Dazu zählen auch Kinder in den Familien.

  

Haushaltsnetto-
einkommen
von … bis…
unter … EUR

Mehr-
personen-
haushalte

Ein-
personen-
haushalte

Mehr-
personen-
haushalte

Ein-
personen-
haushalte

2006

2016

Tausend

 

 

     unter   700

15,8

125,4

/

66,1

  700   -    900

23,8

118,1

(9,8)

72,0

   900  -  1 300

104,9

65,6

47,3

137,7

1 300  -  1 500

76,8

144,8

34,1

65,5

1 500  -  1 700

77,4

38,0

42,5

43,5

1 700  -  2 000

98,8

15,3

73,0

37,9

2 000  -  2 300

78,5

10,5

79,9

17,0

2 300  -  2 600

63,4

/

70,1

12,2

2 600  -  3 200

77,2

/

103,1

(8,6)

3 200  -  4 500

61,9

/

117,4

(6,9)

4 500  und mehr

23,3

/

55,8

/

ohne Angabe1

64,6

23,2

42,8

25,1

Insgesamt

766,4

434,5

679,5

495,0

1     Einschl. Haushalte, in denen mindestens 1 Haushaltsmitglied in seiner Haupttätigkeit selbstständiger Landwirt ist.

Wie bei jeder Stichprobenerhebung muss auch beim Mikrozensus mit Zufallsfehlern gerechnet werden, die umso größer sind, je schwächer ein Merkmal besetzt ist. Deshalb sind in den Tabellen Werte unter 5 000, das sind weniger als 50 Erfasste in der Stichprobe, nicht ausgewiesen. Sie werden durch das Zeichen /, unbesetzte Merkmale durch einen Bindestrich - dargestellt. Werte zwischen 5 000 und 10 000 sind wegen der eingeschränkten Aussagekraft in Klammern ( ) gesetzt. Durch Rundungen können sich bei der Summierung der Einzelangaben Abweichungen zur Endsumme ergeben. 

Die Ergebnisse des Mikrozensus zum persönlichen Nettoeinkommen werden ermittelt durch eine Selbsteinstufung der Befragten in vorgegebenen Einkommensgruppen. Erfragt wird dabei die Gesamthöhe des jeweiligen Nettoeinkommens, hierzu zählen zum Beispiel Erwerbseinkommen, Unternehmereinkommen, Rente, Pension, öffentliche Unterstützungen, Einkommen aus Vermietung und Verpachtung, Arbeitslosengeld beziehungsweise -hilfe, Kindergeld, Wohngeld, Sachbezüge. 

Neben dem persönlichen Nettoeinkommen wird das Nettoeinkommen des gesamten Haushaltes (Summe Nettoeinkommen aller Haushaltsmitglieder) im letzten Monat erfragt. 

Dazu werden die Einkommen in ein Raster vorgegebener Einkommensklassen eingestuft. Um Haushalte statistisch auswerten und darstellen zu können, ermittelt der Mikrozensus seit 2005 standardmäßig den Haupteinkommensbezieher im Haushalt. Dies ist die Person mit dem höchsten monatlichen Nettoeinkommen im Haushalt.

 



Verbreitung mit Quellenangabe erwünscht.


    Pressemitteilung    


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