Statistisches Landesamt Sachsen-Anhalt
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Pressemitteilungen 2018 - Februar


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PM 46 / 2018
27.02.2018

Erneut Wanderungsgewinn in Sachsen-Anhalt

Im Jahr 2016 verzeichnete Sachsen-Anhalt das dritte Mal in Folge eine positive Wanderungsbilanz. Wie das Statistische Landesamt in Halle (Saale) mitteilte, wurde ein Wanderungsgewinn von 4 651 Personen ermittelt. Innerhalb des Jahres 2016 wurden 63 684 Zugezogene in Sachsen-Anhalt begrüßt, 59 033 Personen verließen das Bundesland. Der Wanderungsgewinn lag damit annähernd auf dem Niveau des Jahres 2014, während er im Rekordjahr 2015 etwa fünfmal so groß war.

Der Wanderungsgewinn war wie auch im Jahr 2015 auf eine stärkere Zuwanderung von ausländischen Personen zurückzuführen. Unter den insgesamt 63 684 Zugezogenen waren 34 582 Bürger mit einem ausländischen Pass.

Aus dem Ausland insgesamt zogen 31 328 Personen zu, 28 901 von diesen hatten nicht die deutsche Staatsbürgerschaft. 36,5 Prozent waren aus Ländern der Europäischen Union (EU). Mit 5 932 ausländischen Personen war erneut Syrien größtes Zuwanderungsland. Gegenüber dem Jahr 2015 reduzierte sich der Zustrom jedoch um 10 945 Personen. Weitere Spitzenreiter unter den Herkunftsländern waren Afghanistan mit einem Wanderungsgewinn von 2 207 Personen sowie die EU-Staaten Rumänien und Polen mit Wanderungsgewinnen von 1 078 bzw. 1 074 Personen. Mit Ausnahme Finnland (-2) zogen aus jedem EU-Staat mehr ausländische Personen nach Sachsen-Anhalt als umgekehrt.

Regional betrachtet verzeichneten alle kreisfreien Städte und 6 Landkreise Wanderungsgewinne. Die größten Zunahmen wurden in der Landeshauptstadt Magdeburg und in Halle (Saale) mit 3 029 bzw. 1 686 Personen sowie im Saalekreis (490) und im Burgenlandkreis (342) registriert. Die Landkreise Altmarkkreis Salzwedel, Anhalt-Bitterfeld, Mansfeld-Südharz, Salzlandkreis und Stendal verbuchten Wanderungsverluste zwischen 508 und 30 Personen.

Bei den Wanderungen innerhalb Deutschlands verzeichnete Sachsen-Anhalt einen Wanderungsverlust von 6 929 Personen. Insgesamt 39 285 Personen verließen im Jahr 2016 Sachsen-Anhalt, wobei die Fortzüge nach Sachsen (18,3 %) und Niedersachen (17,7 %) den größten Anteil ausmachten. Die Wanderungsbilanz war nur gegenüber Hessen (21) und Thüringen (62) positiv, gegenüber den übrigen Bundesländern lag die Fortzugszahl über der Zuzugszahl.

 

 

Wanderung

Jahr

2016

2015

2014

2013

2012

2011

Zuzüge über Landesgrenze

63 684

74 365

50 966

44 053

40 608

39 647

Fortzüge über Landesgrenze

59 033

49 908

46 697

44 901

44 863

48 017

Wanderungssaldo

4 651

24 457

4 269

- 848

- 4 255

- 8 370

 

 

Kreisfreie Stadt/Landkreise

Land

Zuzüge

Fortzüge

Wanderungs-

saldo

über die Kreisgrenze 2016

Stadt Dessau-Roßlau

3 431

3 118

313

Stadt Halle (Saale)

16 295

14 609

1 686

Stadt Magdeburg

16 155

13 126

3 029

 

 

 

 

Altmarkkreis Salzwedel

2 982

3 484

- 502

Anhalt-Bitterfeld

5 750

6 206

- 456

Börde

6 726

6 456

270

Burgenlandkreis

7 051

6 709

342

Harz

14 003

13 858

145

Jerichower Land

3 903

3 694

209

Mansfeld-Südharz

4 108

4 470

- 362

Saalekreis

7 510

7 020

490

Salzlandkreis

6 293

6 801

- 508

Stendal

5 393

5 423

- 30

Wittenberg

4 307

4 282

25

 

 

 

 

Sachsen-Anhalt

103 907

99 256

4 651

 

Methodischer Hinweis:
Die Ergebnisse des Berichtsjahres 2016 sind aufgrund methodischer Änderungen bei den Wanderungsstatistiken, technischer Weiterentwicklungen der Datenlieferungen aus dem Meldewesen und der Umstellung auf ein neues Aufbereitungsverfahren bei den Bevölkerungsstatistiken nur bedingt mit den Vorjahreswerten vergleichbar. Zudem kann es Inkonsistenzen bei der melderechtlichen An- und Abmeldung von Schutzsuchenden gegeben haben, die in der Statistik zu Unter- und Übererfassungen von Zu- und Fortzügen führen können.



Verbreitung mit Quellenangabe erwünscht.


    Pressemitteilung    


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