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Pressemitteilungen 2018 - Juli


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PM 178 / 2018
23.07.2018

Maschinenbau und Herstellung von Gummi- und Kunststoffwaren waren 2016 umsatzstärkster Wirtschaftszweige in der Umweltschutzwirtschaft in Sachsen-Anhalt

207 Betriebe und Einrichtungen in Sachsen-Anhalt erzielten mit Waren, Bau- und Dienstleistungen für den Umweltschutz im Jahr 2016 Umsätze in Höhe von 1,47 Milliarden EUR. Wie das Statistische Landesamt Sachsen-Anhalt mitteilt, waren es 520 Millionen EUR (-26,2 %) weniger als im Jahr 2015. Die umsatzstärksten Wirtschaftszweige waren der Maschinenbau mit 273 Millionen EUR Umsatz sowie die Herstellung von Gummi- und Kunststoffwaren (272 Mill. EUR), gefolgt von der Herstellung von Glas und Glaswaren, Keramik, Verarbeitung von Steinen und Erden mit 186 Millionen EUR Umsatz.

Dieses Ergebnis ist zum einen auf die Anwendung von Abschneidegrenzen bei der Auswahl der Berichtspflichtigen und zum anderen auf die Verlagerung von Produktionskapazitäten eines großen Unternehmens ins Ausland zurückzuführen. Aufgrund der geänderten Auswahlkriterien ging die Anzahl der befragten Betriebe von 369 auf 207 (-162 Betriebe) zurück. Im selben Zeitraum sank in diesem Zusammenhang die Anzahl der Beschäftigten, die die Umsätze mit Waren, Bau- oder Dienstleistungen für den Umweltschutz realisierten, von 9 117 Beschäftigte auf 8 657 Beschäftigte (-460 Beschäftigte).

Im Jahr 2016 entfielen 884 Millionen EUR des erzielten Umsatzes auf Waren und Leistungen für den Klimaschutz. Dies betrifft beispielsweise Maßnahmen zur Nutzung erneuerbarer Energien (Onshore-Windkraft, Photovoltaik) und zur Verbesserung der Energieeffizienz (Wärmedämmung von Gebäuden). Im Bereich der Abwasserwirtschaft wurden 247 Millionen EUR, in der Abfallwirtschaft 157 Millionen EUR und auf dem Gebiet der Luftreinhaltung 81 Millionen EUR erwirtschaftet. Beim Schutz und Sanierung von Boden, Grund- und Oberflächenwasser erzielten die Unternehmen 48 Millionen EUR und bei der Lärmbekämpfung 40 Millionen EUR umweltschutzbezogene Umsätze.

Die Landeshauptstadt Magdeburg erreichte 2016 im landesinternen Vergleich mit 247 Millionen EUR Umsatz mit Waren, Bau- und Dienstleistungen für den Umweltschutz in Sachsen-Anhalt den Spitzenplatz. Es folgen die Betriebe und Einrichtungen des Salzlandkreises mit erwirtschafteten 197 Millionen EUR. Aus dem Landkreis Anhalt-Bitterfeld wurden 189 Millionen EUR umweltschutzbezogene Umsätze gemeldet.

Im Jahr 2016 betrug der Exportanteil in der Umweltschutzwirtschaft Sachsen-Anhalts 24 %. Der exportstärkste Wirtschaftszweig war der Maschinenbau mit 136 Millionen EUR Auslandsumsatz und einer Exportquote von 49,8 %.

In Durchführung dieser Erhebung wurden 285 Betriebe und Einrichtungen in Sachsen-Anhalt befragt, von denen 207 Waren, Bau- oder Dienstleistungen für den Umweltschutz herstellten bzw. erbrachten.



Verbreitung mit Quellenangabe erwünscht.


    Pressemitteilung    


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